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Sri Lanka: Tempel, Tee und Tented Lodges

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Sri Lanka: Tempel, Tee und Tented Lodges

  • Betört von ihrem Reichtum an Natur und kulturellen Schätzen, hielten frühere Entdecker die grüne Insel für den Garten Eden. Wer seine Reise sinnvoll plant, kann heute auf Sri Lanka wirklich Paradiesisches erleben – auf einer Route etwa, die den Süden mit der Mitte und das Erbe Ceylons mit dem Luxus einzigartiger Resorts verbindet.
Sri Lanka Luxusreisen Stelzenfischer

Mit ungestümen Kräften schlägt die Brandung an die hohe, steile Felsenwand von Walliwala. Wie ein großes Schiff mit spitzem Bug trotzt dieses zauberhafte Stückchen Küste ganz im Süden von Sri Lanka dem Indischen Ozean. In der kleinen Bucht daneben laufen flache Wellen an den Strand. Sanft versickern ihre Spuren im feinen gelben Sand, gesäumt von schlanken Palmen. Die Krone setzt der malerischen Szenerie Cape Weligama auf – ein Traumresort mit weniger als 40 luxuriösen Suites und Villen inmitten schicker Pools und tropengrüner Gärten.

Sich davon schon nach einer Nacht zu trennen, fällt nicht leicht. Doch können wir uns sicher sein: Es gibt so vieles Schönes und Erkundenswertes auf Sri Lanka zu erleben. Nach einem Brunch wie im Schlaraffenland stürzen wir uns in das Inselabenteuer.

Die fotogenen Stelzenfischer-Models kennen wir schon von der Herfahrt. Auf unbequemen Pfählen hocken sie im Meer und angeln zahlungsfreudige Touristen. Die Foto-Gage, die an Land verhandelt wird, ist verhältnismäßig üppig und deutlich lukrativer als der ursprüngliche Job. Echte Fische sind für sie inzwischen „kleine Fische“.

Über Grätentiere aller Größen staunen wir im Hafen von Mirissa, wo sie fangfrisch angeboten werden. Wir chartern uns ein Boot und gehen auf Delfin- und Blauwalfang – nur optisch, mit den Kameras, natürlich, und mit gebührender Distanz. Die Meeresgötter sind uns hold, auch wenn wir von der „Beute“ stets nur Teile auf das Bild bekommen. Allein, die faszinierenden Geschöpfe in natura zu erleben, ist ein Privileg, das wir zu schätzen wissen.

Sri Lanka Luxusreisen
Die Bucht von Galle – bekannt wegen der imposanten Festung, die hier einst die Niederländer erbaut haben.

Kloster-Tour auf Salzburgisch

Mit Blick aufs pittoreske Taprobane Island geht es auf der Küstenstraße weiter nach Dikwella. Niemand könnte das verfehlen. Dafür ist sein Buddha viel zu groß. Oder andersherum: Der Fischerort, mit mehr als 50.000 Einwohnern eigentlich nicht klein (wie Wikipedia behauptet), scheint für die Dimensionen der Figur im Schneidersitz auf jeden Fall recht mickrig. Ja, man glaubt von Weitem, dass sie nicht im Ganzen in den Ort gepasst hat und nun oben rausschaut – den unbewegten Blick aufs Meer gerichtet, hoch über Palmenkronen.

Steht man direkt davor, ist der Eindruck eher nüchtern: ein Koloss aus Beton, bunt angestrichen und vor allem riesig – mit zirka 45 Metern lange Zeit der höchste auf der Insel. Seit 2008 nimmt das die 50 Meter hohe Buddhastatue in Aluthgama für sich in Anspruch.

„Warum hat der Mann ein Softeis auf dem Kopf?“ möchte ein Kind wissen. „Das ist die Flamme der Erleuchtung“, belehrt es Lionel Nanayakarra. Der Fremdenführer spricht gut Deutsch – und zwar mit österreichischem Akzent. Gelernt hat das der freundliche Srilanker einst in Salzburg, wo er eine Zeitlang lebte. Dikwella wählte Lionel nicht nur des Riesenbuddhas wegen aus. Dessen Standort, Wewurukannala Vihara, ist ein ungewöhnlich interessantes Kloster. Bis heute leben Mönche hier.

Der Rundgang durch den offenen Bereich fängt quasi in der Hölle an. Das Gruselkabinett, das offenbar erzieherischen Zwecken dienen sollte, stellt sowohl Sünden als auch deren Strafen sehr figürlich dar. Die Familie mit dem Kind verzichtet. Alle anderen sind amüsiert von der makabren Inszenierung. Naiv und kitschig, vor allem aber sehr detailverliebt stellt sie dar, was dem geschieht, der nicht brav an Buddha glaubt und dessen Lehre folgt.

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Warum hat der Mann ein Softeis auf dem Kopf?“ möchte ein Kind wissen. „Das ist die Flamme der Erleuchtung”, belehrt es Lionel Nanayakarra.

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Blutrünstige Höllenteufel malträtieren und zersägen, schlachten und verbrennen arme Sünder, die sicher nicht aus Zufall alle Europäer sind. Historisch durchaus zu verstehen: „Die Kolonialzeit unter Portugiesen, Holländern und Briten war kein Zuckerlecken für die damaligen Ceylonesen“, hören wir von Lionel in Salzburgischer Mundart.

Der Horror-Show am Eingang folgt ein dunkler Gang mit Zeichnungen zum gleichen Thema. Die armen kleinen Mönche, denken wir. Doch die erwecken draußen einen recht robusten Eindruck, spielen Fußball, raufen.

Wir sind jetzt im Klostertempel. Als Buddha (der Erleuchtete) Siddhartha Gautama lebte, lehnte er es ab, verehrt zu werden. Hundertfach und in ganz unterschiedlicher Gestalt und Größe wird er nun allein in diesem Hause angebetet. Als König Devanampiya Tissa im dritten Jahrhundert vor Christus zum Buddhismus konvertierte, wurde dieser vorherrschende Inselreligion. Eines ihrer wichtigsten Heiligtümer ist der Zahntempel von Kandy – unser nächstes Ziel.

Buddhas Zahn und Königs Gärten

Stau am Schuhregal. Wie an allen heiligen Plätzen des Orients sind unbeschuhte Sohlen Pflicht. Zum Glück, denn bei Temperaturen von über 30 Grad im Schatten ist es eine erfrischende Wohltat, barfuß über die vergleichsweise kühlen Steinplatten zu laufen. Die namensgebende Reliquie des Tempels, ein Eckzahn des Erleuchteten, bekommt normalerweise niemand zu Gesicht.

„Nur an bestimmten Feiertagen wird sie aus ihrer Elfenbein-Kapsel geholt und gezeigt“, so der Guide. Zumindest auf die goldenen Dagobas, unter denen die Reliquie ruht, können wir einen Blick erhaschen. Dreimal am Tag werden dazu die silberbeschlagenen Türen des Allerheiligsten unter Trommelwirbel geöffnet.

Doch auch außerhalb der Prozessionen lohnt sich ein Besuch, denn im Gegensatz zum schlichten Äußeren der Tempel überrascht die Pracht der Innenräume. Vor dem heiligen Schrein hat sich ein ganzes Meer duftender Lotosblumenopfer angesammelt. Die Natur spielt im Buddhismus eine große Rolle. Und fast scheint es, dass sie sich mit der immergrünen Tropeninsel einen eigenen Altar geschaffen hat. Ihre Pracht und Üppigkeit ließ in der Vergangenheit nicht wenige Entdecker glauben, sie hätten hier das Paradies gefunden.

Sri Lanka Luxusreisen
Einfach paradiesisch: die Buchten und Strände Sri Lankas zählen zu den schönsten der Welt.

Was uns der dichte Inseldschungel vorenthält, verrät in Kandy ein Spaziergang durch den Königlichen Botanischen Garten Peradeniya. „Günstige Boden- und Klimaverhältnisse bewogen Herrscher bereits im 14. Jahrhundert, hier einen Lustpark zu errichten“, erklärt uns Lionel. Auf dem etwa 60 Hektar großen Areal gedeiht alles, was die tropische Flora zu bieten hat: zahllose Baumarten, manche von Blütengirlanden überwuchert, zauberhafte Palmenhaine, Orchideen und betörend duftende Gewürzpflanzen.

Leoparden in der Nachbarschaft

Überall wachsen sonderbare Früchte. Viele davon, wie die große, grüne, stachelige Jackfrucht, kann man essen (sie schmeckt nach Süßkartoffel). Andere entpuppen sich zu guter Letzt als nichtpflanzliche Lebensform – etwa als Flughunde, die, wie kleine Regenschirme zusammengefaltet, zu Tausenden an hohen Ästen baumeln.

Immer noch beeindruckend ist der „größte Baum der Welt“ – oder was noch übrig ist von ihm. Wenn dieser Superlativ auch schon früher Unsinn war, hatte der alte Ficus doch eine ungewöhnlich ausladende Krone, die an vielen Stellen gestützt werden musste. Vor zehn Jahren musste sie aus Altersgründen stark ausgelichtet werden.

Die Nähe zur Natur soll uns an diesem Tag noch bis ins Bett verfolgen. Und das nicht nur, weil wir in einer Teeplantage übernachten. Denn die fünf Luxus-Bungalows des Ceylon Tea Trails, in der wir übernachten, befinden sich restaurierten Herrenhäusern aus der Kolonialzeit.

Während auf den Feldern vor der Tür ganze Heere von Zikaden sowie nachtaktive Vögel für eine gleichbleibende Geräuschkulisse sorgen, bläst oder besser „knarrt“ im Zimmer ein harmloses Gecko sein Halali zur Mückenjagd. Als sei es das Normalste von der Welt, huscht das grazile Echslein an der Wand entlang, hinauf zur Decke, wo es plötzlich in Bewegungslosigkeit erstarrt und auf den Leckerbissen zielt. Insektenschutz – ganz biologisch.

Vorbei an grünen Teppichen aus Tee und Reis, fahren wir am nächsten Tag zurück zur Küste. In der Yala Wild Coast Tented Lodge ist unser Luxuszelt am Strand schon aufgeschlagen. Hier wollen wir die letzten Tage dieser Reise zelebrieren – bei Safaris durch den Yala Nationalpark nebenan (wo wir auf Begegnungen mit Leoparden hoffen) genauso wie beim gepflegten Nichtstun. Denn dafür ist das Nobel-Camp ein idealer Ort.

Sie sind auf der Suche nach einer unvergesslichen Reise? Dann stöbern Sie doch durch unser Angebot oder rufen Sie uns an: 49 (0) 89 / 9 10 74 84

Tipps & Infos

Hotels: Die drei Relais & Châteaux Adressen Cape Weligama, Ceylon Tea Trails und Yala Wild Coast Tented Lodge sind hervorragend dazu geeignet, eine erlebnisreiche Rundreise durch Sri Lankas Süden mit anspruchsvollem Verwöhnkomfort zu kombinieren.

Reiseauskünfte: www.srilanka.travel/de