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Süd-Thailand: Bio-Luxus in der Andamanensee

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Süd-Thailand: Bio-Luxus in der Andamanensee

  • Die malerische Felsenbucht Phang Nga vor Phuket in Thailand wurde als Filmkulisse für James Bond berühmt. Weithin unbekannt dagegen ist das kleine stille Tropen-Eiland Yao Noi. Das Fünfsterne-Hideaway Six Senses erfüllt dort für Luxusurlaubsträume mit vorbildlichem Öko-Fußabdruck
Thailand. Six Senses. Luxusreisen

Auf Yao Noi in Thailand wird die Musik des Dschungels rasch zum Ohrwurm. Ich lausche ihr und schaue auf das leuchtende Türkis. Es ist die Bucht Phang Nga am Rand der Andamanensee. Wie eine extrabreite Kinoleinwand zieht sie sich über den kompletten Horizont.

Das unsichtbare, höchstwahrscheinlich riesige Naturorchester ist gut verteilt im dichten Tropengrün der kleinen Insel. Es besteht aus Vögeln, Affen, Fröschen und Zikaden. Sein Repertoire beschränkt sich auf das eine Stück, das mich die nächsten Tage hier begleiten wird – in unendlich vielen Varianten.

So klingt und singt es hinter mir und neben mir im Wald. Direkt um mich herum, auf einem Hügel, liegt mein eigenes Refugium: eine Maisonette-Villa mit Garten, Pool, Terrassen und Balkonen in zwei Ebenen. Mein Tagesbett hoch auf dem Dach, gefühlt der höchste Punkt der Insel, steht nur rund 45 Motorbootminuten weit entfernt von Thailands größter Urlaubsinsel Phuket.

Sollen andere dort meinetwegen feiern. Hier fühle ich mich wie im Paradies. Für jemand, der Fünfsterne-Öko-Luxus ohne Rambazamba sucht, ist das Six Senses Yao Noi der ideale Zufluchtsort.

Thailand. Six Senses. Luxusreisen
Eine Oase mitten im Grünen, umgeben von Wald, Vögeln und Äffchen und Zikaden: das Six Senses Yao Noi

Private Aussicht

Alle der 56 hölzernen Palästchen, die zum Resort gehören, sind so angelegt, dass jeder seine individuelle Traumaussicht absolut privat genießen kann. Mit Wünschen wendet man sich an den GEM (Guest Experience Maker), der jedem Gast als guter Geist des Hauses persönlich zur Verfügung steht.

Maßgeschneiderte Verwöhnprogramme von der 90-minütigen sanften Traumfänger-Massage bis zu dreitägigen Detox-Ritualen werden im Spa-Dorf angeboten. Über Dschungelgrün und fließend Wasser speise ich im Dining Room. Denn unter dessen Glasfußboden plätschert eine Quelle.

Romantische Filmerlebnisse lassen sich allabendlich am Strand genießen. Für wirklich großes Kino geht oder fährt man allerdings hinauf ins Hilltop. Das frisch renovierte Restaurant mit Bar und Lounge liegt direkt auf dem Hügelgipfel, wo Pool und Meerespanorama den Sonnenuntergang perfekt in Szene setzen. Mit einem Cocktail in der Hand, lasse ich mich von dem Schauspiel fesseln.

Thailand. Six Senses. Luxusreisen
Sonnenuntergang und Meerespanorama – der perfekte Tagesausklang

Das Gefühl dabei, in einem kuscheligen Nest zu sitzen, ist keineswegs ein Zufall. Managerin Alicia Denning weiß, warum. „Diesen Ort haben wir den Nashornvögeln gewidmet“, erklärt sie mir. Die seltenen Höhlenbrüter mit den großen, horngeschmückten gelben Schnäbeln sind auf Yao Noi zu Hause. Im Six Senses kann man sie recht häufig sehen.

„Dank speziell geschützter Plätze haben sich hier etwa 15 Paare angesiedelt und nisten regelmäßig“, erzählt mir die sympathische Australierin. Aus Stolz und Freude über die gefiederten Resortbewohner nimmt das zeitgenössische Design des neuen Hilltop originell und liebevoll auf sie Bezug – bis hin zu eiförmigen Kissen.

Das Rosa-Violett der kurzen Dämmerstunde lässt die vielen, mitten in die Bucht gestreuten Felsen wie auch das Land dahinter noch viel geheimnisvoller und verführerischer wirken. Als die Silhouette endlich in der Dunkelheit verschwimmt, steht mein Plan für morgen fest: Ich fahre da mal hin. Start ist nach dem Frühstück.

Sitzt ein Fisch im Baum

Das Boot legt ab. Mein Guide und Skipper Charif nimmt Kurs aufs Festland. Würden wir nach Westen drehen, wären wir in wenigen Kilometern an der Insel Phing Kan mit der berühmten Felsennadel aus dem James-Bond-Film.

Doch für uns geht es jetzt Richtung Osten zu den imposanten Kalksteintürmen des Archipels Ko Hong – und zwischen ihnen durch. Wie Tempel- oder Burgruinen einer sagenhaften Stadt, die Stück für Stück im Meer versinkt, ragen ihre Spitzen oder Kuppen aus dem Meer.

Kurz vor der Küste vis-à-vis, unweit von Krabi, steigen wir in Kajaks um. Die Zauberwelt der Felsmangrovenwälder Tha Lane und Lam Taeng öffnet sich vor uns. Durch dichtbewachsene Schluchten und Kanäle, offene Höhlen und Lagunen führt die Paddeltour – vorbei an hochhaushohen, oft von Kletterpflanzen überdeckten Felsenwänden.

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Wie im Traum: mit dem Kajak durch die Zauberwelt der Felsmangrovenwälder Tha Lane und Lam Taeng

In Augenhöhe, direkt neben uns, hocken sonderbare Fische auf Mangrovenzweigen. Es sind Schlammspringer, die amphibisch leben – da heißt sowohl im Wasser als auf dem Land. Die Tiere, die durchs Dickicht über unsern Köpfen huschen, scheinen dagegen das nasse Element zu meiden.

Und plopp: Ein Affe fällt vom Himmel. Ein Langschwanzmakak, um genau zu sein. Als sei es das Normalste von der Welt, landet er in meinem Kanu, schnappt sich den Rucksack und wühlt ungeniert darin herum. Etwas Fressbares ist nicht dabei. Sein Pech – mein Glück. Denn seine Suche lässt mir Zeit für einen Schnappschuss, der zu den Trophäen dieser Reise zählen wird. Charif lacht. „Sei froh, dass es kein Männchen war“, sagt er. „Das wäre nicht so nett gewesen.“

Mit Hendln schlendern

Zurück auf Yao Noi, geht das Tierprogramm für mich noch weiter. Wieder habe ich den Dschungelsound im Ohr. Aber was hier auf dem Weg zum Garten durch die immergrünen Hecken dringt, sind keine Töne aus dem Wald im Meer.

Sanfte Bossa-Nova-Klänge mischen sich mit leisem Hühnergackern. „The Girl from Ipanema“ läuft gerade säuselnd aus versteckten Boxen. Doch statt schöner Mädchen schlendern braune Hennen durch den Sand – so entspannt, dass man meinen könnte, sie wiegen dabei ihre Hüften.

Behutsam öffnet Pim die Gartentür und bittet mich hinein. Ein paar der Federtiere kommen gackernd auf uns zu. Zum ersten Mal in meinem Leben stehe ich in einem Luxushühnerhof. „Scherzhaft nennen wir es Chicken-Spa“, verrät die junge Frau. „Und mich rufen die Kollegen Chicken-Mama“, ergänzt sie strahlend lächelnd. Für ihre Liebe zu den Tieren sei das doch ein schönes Kompliment.

Scherzhaft nennen wir es Chicken-Spa. Und ich bin die Chicken-Mama

Thailand. Six Senses. Luxusreisen

Als Nachhaltigkeitsbeauftragte ist die Angestellte von Six Senses auch für die hoteleigene Landwirtschaft verantwortlich. Dazu zählen neben Biogärten im gesamten Grundstück für Obst, Gemüse, Kräuter auch eine Pilzplantage sowie eine kleine Ziegen- und Geflügelfarm. Angefangen hatte alles mit den Hühnern. Wohl deshalb mag sie Pim besonders gern.

Gutes für die Umwelt

Und damit es ihren Schützlingen auch wirklich gut geht, verwöhnt sie die Hotelfachfrau mit Jazz- und Soulmusik. Die rund 300 Hennen revanchieren sich dafür mit „absolut relaxten“ Eiern, wie sie meint. Dass sie fantastisch schmecken, kann ich selber nur bestätigen. Denn sowohl gekocht als auch gebraten oder zu Omelettes verarbeitet, sind die legefrischen kleinen Energiepakete allmorgendlich die Favoriten beim Frühstück im Hotel.

Mit Sicherheit zählt dieses zu den wenigen Fünfsterne-Häusern in der Welt, deren Luxus-Chalets standardmäßig mit Eiersammelkörben ausgestattet sind. Wer will, kann damit selber tätig werden. Und tatsächlich tun das viele Gäste. Kein Zweifel, dass die Hühnerschönheitsfarm zu den Lieblingsplätzen im Resort gehört.

Neben selbst erzeugten Biolebensmitteln tut das Six Senses Yao Noi auch anderweitig Gutes für die Umwelt. „Für alle Bauobjekte verwenden wir fast ausschließlich natürliche Materialien, vermeiden Abfall, wo es nur geht, recyceln Müll und Wasser“, zählt Pim auf. Mit dem hergestellten Trinkwasser wird nicht nur das Hotel versorgt, sondern die ganze Insel mit ihren 10.000 Bewohnern. In den Dörfern von Yao Noi engagiert sich das Six Senses auch sozial, indem es hunderte von Jugendlichen bei ihrer Ausbildung unterstützt.

Sie sind auf der Suche nach einer unvergesslichen Reise? Dann stöbern Sie doch durch unser Angebot oder rufen Sie uns an: 49 (0) 89 / 9 10 74 84

Tipps & Infos

Einreise unter aktuellen Corona-Bedingungen: Am 9. November 2020 führte das Königreich Thailand ein Touristenvisum ein, das die Einreise auch für Urlaubsreisen deutscher Besucher wieder möglich macht. Erforderlich für das so genannte TR-Visum ist u. a. eine 15-tägige Quarantäne in einem dieser Hotels.

Der Nachweis eines aktuellen negativen PCR-Tests sowie der Download einer mobilen App zur Rückverfolgung von Infektionsketten. Das Visum hat eine Gültigkeit von sechs Monaten und berechtigt zu einem Aufenthalt von bis zu 60 Tagen. Die Kosten betragen 35 EUR. Gegen eine Gebühr von 1.900 THB kann eine Verlängerung des Visums für weitere 30 Tage beantragt werden. Weitere Informationen bei www.thailandtourismus.de

Anreise: Bis auf Weiteres fliegt Thai Airways jeden Freitag von Frankfurt nach Bangkok.

 

Six Senses Yao Noi: Das gehobene Strandresort Six Senses Yao Noi (5 Sterne) bietet Öko-Luxus auf einer kleinen Insel in der Bucht Phang Nga am Rand der Andamanensee (Südthailand) mit fantastischen Aussichten auf Tropengrün und Meer mit Felsen. Es gibt 56 Villen mit jeweils eigenem Gartengrundstück und Pool in verschiedenen Kategorien, darunter Maisonette mit bis zu vier Schlafzimmern. Höhepunkte des Resorts sind sein Spa-Dorf und seine Nachhaltigkeitsprojekte, u. a. Biolandwirtschaft für die hoteleigene Küche.

Aktivitäten in Yao Noi: Für seine Gäste bietet das Six Senses Yao Noi viele Sport- und Outdoor-Aktivitäten an, darunter Tauchen, Schnorcheln, Felsenklettern, Wandern, Fahrradfahren oder Kayaktouren – z. B. durch die Felsmangrovenwälder Tha Lane und Lam Taeng.

Allgemeine Reiseauskünfte: Thailändisches Fremdenverkehrsamt in Frankfurt, Tel. 069/138 139 0, www.thailandtourismus.de